Virtual und Augmented Reality im Content Marketing

Was sind Virtual und Augmented Reality überhaupt?

Virtual Reality bezeichnet die Darstellung der gleichzeitigen Wahrnehmung der Wirklichkeit und ihrer physikalischen Eigenschaften in einer in Echtzeit computergenerierten, interaktiven, virtuellen Umgebung. Das heißt: Du setzt eine Brille auf, mit der du in eine 3D-Welt eintauchen kannst, die dir ein realistisches Gefühl gibt, in dieser virtuellen Welt auch “agieren” zu können. Dieser Vorgang wird “Immersion” genannt.

Augmented Reality ist die Mischung aus Virtual Reality und physischer Realität. Das heißt, deine reale Umwelt wird einfach durch VR ergänzt – ob durch Gebäude, Personen oder Animationen. Das kommt Dir bekannt vor? Sicherlich von Pokémon Go – mit das berühmteste Beispiel für AR.

Die daraus entstandenen Möglichkeiten nutzen nun Forschung, Entwicklung und Bildung.

Für die Medizin ein revolutionierendes Angebot. Nun ergibt sich die Möglichkeit der Übung für z.B. schwierige Operationen – Ärzte können diese nämlich virtuell durchführen. Auch geplante Prototypen können hier erst veranschaulicht werden, bevor sie kostenaufwendig in Produktion gehen.

Doch VR und AR birgt auch viel Potential für Content Marketing.

Ein erster Schritt: 360-Grad-Videos

Bekannt durch Facebook oder YouTube: Du kannst dich durch Bewegung 360 Grad an einem entfernten Ort umsehen. Wirkliches VR bzw. AR ist dies nicht, da eine Interaktion nicht möglich ist, jedoch kannst du deinen Blickwinkel selber bestimmen und steuern.

Vorteil: der geringe Produktionsaufwand. Jeder kann dies durch Facebook kreieren und ist somit als Einstieg in virtuelle Welten ideal.

Welche Chancen und Vorteile ergeben sich?

Durch die Möglichkeit, den Kunden direkt in das Geschehen zu binden und deine Marke oder das Produkt “live” erleben zu können, wird dieser direkt emotional angesprochen und gebunden. Nach einer solch ungewöhnlichen und beeindruckenden Erfahrung speichert der Kunde diese Informationen länger, nachhaltiger und mit positiven Assoziationen ab. Die Distanz ist aufgehoben. Sollte es um komplexe Sachverhalte oder Abläufe gehen, sind diese viel einfacher und interaktiver erklär- und vermittelbar.

Mit das wichtigste: Kundenbindung. Und diese wird durch die emotionale Einbindung des (potentiellen) Kunden direkt geschaffen und intensiviert.

Dieses Eintauchen von Nachfragerseite wird „Immersives Marketing“ genannt. Je emotionaler und zielgerichteter die Maßnahmen, desto immersiver der Eindruck.

Virtual und Augmented Reality können Unternehmen aus fast jeder Branche nutzen – hier ein paar Beispiele aus unterschiedlichen Segmenten:

Tourismus und Kultur
Hier kann man sich die Möglichkeiten mit am besten vorstellen. Reisen heißt erleben – in neue Welten eintauchen. Und das ist genau, was VR und AR bewirken können. Die endgültige Bestätigung des Kunden und damit die Buchung ist teuer und birgt Hemmungen. Können wir aber als Vorgeschmack erleben, wie es sein könnte, wirkt dies überzeugend und führt zu einer Zusage.

Beispielsweise bei Thomas Cook. Der Besuch im Reisebüro wird zum virtuellen Erlebnis. Mit der VR-Brille kann man Urlaubsziele und -hotels entdecken. Richtig gestaltet überzeugt der Vorgeschmack den Kunden und er bucht.
Lufthansa oder auch Emirates geben dir den exklusiven Einblick für den Weg zum Reiseziel. Hier kannst du den Start eines Airbus erleben, im Cockpit sitzen, aber auch durch die First Class oder Suiten von Emirates spazieren. Ein Einblick, den man sich sonst wohl nicht ermöglichen könnte, der aber einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Automobilbranche
Hier geht es noch in eine andere Preissparte. Autos sind wesentlich teurer, aber auch eine leidenschaftliche Anschaffung. Der Kunde ist bereit, viel Geld für Extras und das Fahrerlebnis auszugeben.
Volvo z.B. ermöglicht eine virtuelle Testfahrt mit dem XC90, ohne in ein Auto steigen zu müssen. Hier kann man auch den kostensparenden Faktor sehen: Kein Verschleiß, Versicherungskosten etc.

Entscheidest Du dich für ein nagelneues Auto, gilt es dies zusammenzustellen. Doch wie dein individuelles Fahrzeug dann wirklich aussieht, kannst du nicht sehen. Erst wenn es gefertigt vor deiner Tür steht. Hier kommt Audi ins Spiel: Sie ermöglichen den Wagen direkt nach Konfiguration via VR-Brille bis ins kleinste Detail zu begutachten.
Umsetzung von AR und VR Content

Unsere genannten Beispiele werden durchweg von großen Unternehmen praktiziert. Die VR-Produktion ist nämlich derzeit noch relativ teuer und die Zielgruppe tendenziell klein und findet daher eher bei Unternehmen mit höherem Budget Anwendung.

Die für die meisten Unternehmen zu hohen Produktionskosten wie auch das fehlende Know How halten diese zurück, VR Content umzusetzen. Aber es bleibt das große Potential! Jedenfalls bei bestimmten Zielgruppen, welche diverse Voraussetzungen erfüllen müssen.

Als Grundlage ist klar: Die technische Ausstattung. Besitzt die Zielgruppe keine VR Brille o.ä., funktioniert das Konzept nicht. Dazu gilt es, mit der Ausstattung umgehen zu können und zu wollen. Die Inhalte müssen außerdem ansprechend sein und einen Mehrwert darstellen. Denn ohne überzeugendes und authentisches inhaltliches Konzept ist auch jedes technische Erlebnis unnütz.

Sinn macht das VR Erlebnis wie bei den oben genannten Beispielen bei erklärungsbedürftigen Produkten, Erlebnis-Produkten, Innovationen und ähnlichem.

Für Augmented Reality brauchen die (potentiellen) Kunden ein Smartphone oder Tablet mit Kamera und die Bereitschaft, eine entsprechende App zu downloaden.

Virtual-Reality-Anwendungen haben noch die kleinste Zielgruppe. Die Nutzer brauchen nämlich eine VR-Brille mit entsprechendem Equipment oder passendem Smartphone. Diese besitzen aber nur die wenigsten. Die Auswahl dieser Brillen wird immer größer. Die klassische, bzw “echte” Brille arbeitet mit Computer oder Spielkonsole zusammen. Dadurch wird das Bild auf zwei Displays in der Brille selbst angezeigt und auch Bewegungen werden erfasst. Die zwei Displays sind leicht versetzt und die Bilder täuschen uns dadurch „echtes Sehen“ vor und schaffen so den dreidimensionalen Eindruck. Kostenfaktor: ab 300 Euro.

Aber es gibt erschwingliche Alternativen! Zum Beispiel die Brillen, in die man einfach das Smartphone einlegen und durch Verwenden einer kompatiblen App Virtual Reality erleben kann (ab 20 Euro). Die günstigste Variante sind Pappbrillen ab 10 Euro, beispielsweise Google Cardboard.

Wer eine dieser Möglichkeiten schon getestet hat, bleibt wohl nachhaltig beeindruckt. Und der Einsatz dieser Technik findet große Zustimmung und wächst stetig. Sicher ist: In Sachen Virtual und Augmented Reality wird sich noch viel tun und die beiden Technologien werden vielleicht schon bald ganz im Alltag ankommen.


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Autorin: Victoria Jebens
Foto: Pixabay

2018-04-17T07:35:30+00:002. November 2017|Categories: Digital Marketing|Tags: , , |