Influencer Marketing: Nicht alles ist Gold, was glänzt

Influencer Marketing ist in aller Munde – auch wir haben schon mehrmals über die Marketingstrategie berichtet. Die Methode will aber gut durchdacht sein, damit sie zu einer langfristigen Stärkung der Marke beitragen kann.

Influencer Marketing wird immer beliebter. Die Marketingstrategie hat sich mittlerweile von einem kurzlebigen Hype zu einem festen Bestandteil des Marketings gemausert – zu Recht. Die Methode baut auf wissenschaftlichen Untersuchungen auf, die seit den Weltkriegen zu dem Thema Glaubwürdigkeitsfaktoren und ihrer Wirkung betrieben werden. So ist es wenig überraschend, dass Experten einen starken Anstieg der Bedeutung von Influencer Marketing in Europa für die nächsten zwei Jahre prognostizieren. Ein Indiz hierfür ist unter anderem die erstmals stattgefundene InfluencerCon, welche sich das Vorantreiben der Professionalisierung von Influencer Marketing auf die Fahnen schreibt.

Zur Zeit sind die Amerikaner uns jedoch im Bereich Social Media und insbesondere bei Influencer Marketing einen Schritt voraus. Hier wird sehr offensiv mit Hilfe von Influencern die Reichweite von einzelnen Marken gestärkt. Dies zieht eine gesellschaftliche Akzeptanz mit sich. Jedoch wird hier auch ein sehr kurzlebiger Ansatz verfolgt – Influencer Relations spielen keine Rolle. Dieser Trend ist nun zunehmend auch in Deutschland zu beobachten.

Vor- und Nachteile: Eine kritische Betrachtung von Influencer Marketing

Vor wenigen Tagen veröffentlichte W&V einen Gastbeitrag von Bernd Krämer. Der Geschäftsführer der Content-Agentur „Cream Colored Ponies“ plädiert in diesem Beitrag für die Stärkung des markeneigenen digitalen Einflusses, statt sich ausschließlich auf Influencer zu stützen.

Marken selbst verfügen über einen Einfluss, da sie dem Konsumenten Orientierung geben und ihm so die Kaufentscheidungen vereinfachen. Jedoch macht Krämer die Beobachtung, dass Marken zunehmend diese Fähigkeit unterschätzen. Sie würden davon ausgehen, dass sie insbesondere die Zielgruppen unter 30 nur noch durch Instagrammer erreichen könnten. Der Agenturinhaber hält dies für eine fatale Folgerung. Er macht deutlich, dass Influencer Marketing Vorteile hat: Gutes Targeting, eine hohe Reichweite und Glaubwürdigkeit sowie das Potenzial für eine spannende und kreative Kommunikation gehören dazu. Die große Schwäche der Marketingstrategie wäre jedoch, dass letztlich alles nur geliehen wird.

Krämers Schlussfolgerung: „Die Frage, die sich mir stellt, ist aber nicht, ob man Influencer-Marketing macht. Sondern wie man es macht“. Diesbezüglich gibt er drei Tipps.

1. Tipp: Die eigene Marke langfristig stärken

Das Ziel jeder Influencer-Kampagne sollte die Stärkung der Marke und ihrer Kanäle sein, so Krämer. Hierfür müsste das eigene Content-Angebot umfassend und gut gestaltet sein, damit die angesprochene Zielgruppe auch nach der Kampagne ein Interesse hat den Kontakt zur Marke aufrechtzuerhalten.

2. Tipp: Kreativität und Planung sind unerlässlich

Influencer-Kampagnen müssen kreativ sein – 08/15-Angebote sprechen die Zielgruppe nicht nur nicht an, sondern führen auch nicht zu einem langfristigen Effekt. Daher muss das Thema zur Marke passen. Es gilt also für jeden Influencer individuelle Strategien und Inhalte zu erarbeiten. So kann auch eine Abgrenzung von der Konkurrenz erreicht werden, was unerlässlich für langfristige Effekte ist.

3. Tipp: Kanäle vernetzen und profitieren

Damit die Marke selbst profitiert und den eigenen digitalen Einfluss stärken kann, müssen die beteiligten Kanäle erfolgsorientiert miteinander vernetzt werden. So bietet es sich an, dass der jeweilige Influencer nicht nur über die eigenen medialen Kanäle ein Produkt oder ähnliches vorstellt. Sinnvoller ist es Inhalte selbst zu veröffentlichen und der Influencer weist lediglich auf das Content-Angebot hin. Hierdurch profitieren beide.

Nicht nacheifern, sondern langfristig denken

Die Quintessenz des Gastbeitrags von Bernd Krämer ist klar: Ja, Influencer Marketing gewinnt auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Man sollte jedoch nicht dem amerikanischen Konzept der Kurzfristigkeit nacheifern, sondern langfristig denken. Schließlich werden auch in Deutschland Influencer immer teurer und diese Investition zahlt sich letztlich erst aus, wenn die dazugehörige Strategie auf einen langfristigen Ausbau der eigenen Reichweite ausgerichtet ist. Hilfreich hierfür hält Krämer disziplinübergreifendes Arbeiten – Social Media-, Suchmaschinen- und Online-Marketing-Experten müssen zusammenrücken und sich austauschen. So kann eine Abhängigkeit überwunden werden und der Markeneinfluss gesteigert werden.


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2018-04-17T07:35:31+00:00 11. August 2017|Categories: Digital Marketing|Tags: , , |